Robert Steng

1972 Geboren in Bietigheim-Bissingen
1992-1995 Ausbildung zum Möbelschreiner
1995-1997 Kulissenbau in Berlin
1997-2000 Studium der Empirischen Kulturwissenschaft, Universität Tübingen
seit 2000 Künstler und Musiker in Stuttgart und Berlin
2000 Gründung Künstlergemeinschaft „FFUS“, Waggons am Nordbahnhof, Stuttgart
2010-2016 Freie Mitarbeit im Künstlerhaus Stuttgart
2014-2015 Lehrauftrag an der ABK Stuttgart (Kunstakademie)

Einzelausstellungen / Solo Shows

2022 R.Steng & H.Schmitz-Schmelzer , Galerie Von Braunbehrens, Stuttgart
2021 „Flat Space“, Galerie Ulrike Hrobsky, Wien
„Wandskulpturen“, Kleine Galerie Bad Waldsee
2020 „Durch die Wand“, Üblacker-Häusl, München
2020 „Brettspiele“, Städtische Galerie Ostfildern
2019 „Pile of Boards“, Galerie von Braunbehrens, Stuttgart
2018 „le centaure d´or“, Art3, Valence/France
2017 „Beam Me Up“, Absolute Art Gallery, Knokke / Belgium
2016 Galerie Von Braunbehrens, Stuttgart
„Boxes, Spaces“, Kunstverein Böblingen
Absolute Art Gallery, Belgium
2015 „Real Things“, Kunstverein Brackenheim
2013 „Empty Boxes“, Galerie Molliné, Stuttgart
2008 „D.O.A. Dreaming Of Africa“, Hermes und der Pfau, Stuttgart
2006 „Die alten Zeiten sind so gut wie neu“, Galerie Rainer Wehr, Stuttgart
2005 Wiensowski & Harbord, Berlin (mit Susa Reinhardt)
2004 „Mit dem Rücken zur Rückwand“, Oberwelt e.V., Stuttgart
2003 „Aktive Objekte“, Für Flüssigkeiten und Schwingungen, Stuttgart
2002 „Abgriff“Pudel Klub / Isotrop, Hamburg

Gruppenausstellungen / Group Shows

2022 PURE – Phänomene des Betrachtens, Galerie Lausberg, Düsseldorf
2022 „Täuschend Echt“, Stern-Wywiol Galerie, Hamburg
2020 5 Jahre Galerie von Braunbehrens,
2019 „könnte aber doch“ – Württembergischer Kunstverein Stuttgart
2016 „Older than Jesus“, Palermo Galerie, Stuttgart
2012 „Ich versteh‘ nur Nordbahnhof“,Künstlerhaus Stuttgart, kuratiert von Robert Steng
2013 „Wagenhallen außer Haus“, Galerie der Stadt Backnang
2012 Palermo Galerie, Stuttgart
2012 „Zinnober“, Künstlerhaus Stuttgart
2011 „Le Nouveau Vague“, Villa Floreal, Cadegliano (Italien)
Urbanes Leben“, Württembergischer Kunstverein Stuttgart
2010 „FFUS“, Oberwelt, Stuttgart„30 Jahre“, Galerie Rainer Wehr, Stuttgart
„Kunstklub On Stage“, Kunstklub der Staatsgalerie Stuttgart
2009 „Fehl-Aufnahme“, Reto Ganz, Zürich „KunstWagenhalle“, Stuttgart
2008 „Seit Eh Und Jetzt!“, Künstlerbund Ba-Wü, Ulmer Museum
2004 „LIVE“ Palais de Tokyo, Paris (eingeladen von Alex Györfi)
2001 „Berlin Intim“, The Foundry, London
2000 „Sammlung Galle“, Berlin/Tokyo, Berlin, MS Stubnitz, Rostock, Oberwelt e.V., Stuttgart

Arbeiten in Sammlungen / Collections

ZKM Karlsruhe
Kunstmuseum Stuttgart
Edwin Scharff Museum, Neu-Ulm
Regierungspräsidium Stuttgart
Arbeiterkammer Oberösterreich

2019 Galerie von Braunbehrens ( Foto Peter Jagusch)

Stipendien / Grants

Art3, Valence / Frankreich
Atelierstipendium, Kulturamt Stuttgart


Kataloge / Publications

2004 Live / Palais du Tokyo,Paris
2004 Seit eh´ und jetzt / Künstlerbund Ba-Wü / modo Verlag
2008 Le Nouveau Vague / edition pudelundpinscher 2010 Robert Steng - Empty Boxes / Galerie Molliné 2014 Wagenhallen außer Haus / Galerie der Stadt Backnang 2014 Ackermann Mandernach Steng / Galerie von Braunbehrens 2016 Recycling Art / PiXEL31 2017 Absolute Art Gallery / Absolute Art Gallery, Belgium 2018 Robert Steng – Pile Of Boards / Galerie von Braunbehrens 2019 Negativer Raum /Peter Weibel, ZKM Karlsruhe 2020 Absolute Art Gallery / Absolute Art Gallery, Belgium 2021 Flat Space, Galerie Hrobsky, Wien

Messebeteiligungen

Art Karlsruhe
St`art, Straßburg
Art Miami
YIA Art Fair, Paris & Brussels
Roter Kunstsalon, Museum Villa Rot
Pan Amsterdam
Affordable Art Fair, Hamburg

Robert Steng hat ganz bewusst ein Atelier am Stuttgarter Nordbahnhof bezogen. Er interessiert sich für die mikropolitischen Bewegungen in seinem Umfeld. Was er mit den Anwohnern in diesem mittlerweile beliebten Künstlerviertel teilt, ist das Gefühl: Die anderen in meiner Umgebung sind nicht meine Konkurrenten. Steng schätzt die produktiven Zwiegespräche auf Augenhöhe und er sieht und hört, was die Stadt ihm über die Dinge mitteilt.
In der Nachbarschaft findet der Künstler jene Materialien, mit denen er arbeitet. Er sammelt Holzteile und Möbel. Was ihm als ortsspezifisches Objekt interessant erscheint –  abgelagerte Nutzhölzer, von Sonne und Witterung gefärbte und gegerbte Oberflächen, die Spezifika der Maserung und die Schönheit von Korpusverbindungen – all das stimuliert seine Art, sich künstlerisch zu artikulieren. Die öffentliche Erfahrung steckt also durchaus in jedem seiner Werke, konzipiert wird aber konsequent nur nach den Maßgaben des Formalen.
Seine Spezialkenntnisse im Bereich des Möbelbaus sind ihm in diesem Punkt nützlich.
Sehsinn und Tastsinn werden in den Objekten und Skulpturen von Robert Steng auf besondere Weise angesprochen. Die Wahrnehmung des Materials Holz auf der Ebene der Gebrauchsspuren ist dabei häufig an das Geometrische und einen Pseudo-3D-Effekt geknüpft. Die Kunstwerke positionieren sich interessanterweise „natürlich“ körperlich als auch virtuell: in einer gleichermaßen physischen wie imaginativen Kontaktzone, innerhalb derer vielfältigste Grenzerfahrungen möglich werden. Dabei stellt sich zuweilen heraus, dass die Vollkommenheit des Kunstwerks größer ist als das Maß aller natürlichen Gegebenheiten des Fundstücks.
Ausgangspunkt von Stengs gegenwärtiger Werkproduktion sind seine „Empty Boxes“ (seit 2014) sowie Balken-Gebilde wie bei Dachkonstruktionen (vgl. „Large Beam“, 2013), die durch einen hohen Grad des Minimalen und durch Strenge gekennzeichnet sind und die der Künstler mit neuen Selbst- und Außenbezügen weiterentwickelt.
Eine zündende Rolle in der Rezeption spielen Perspektive und der Betrachterstandpunkt.
Für jedes Werk gibt es einen Idealstandort, ein Objekt zu betrachten. Diesen soll der Betrachter ausfindig machen während er wahrnimmt wie der Pseudo-3D-Effekt mal sichtbar wird und sich an anderer Stelle wieder aufhebt. 
 
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien